Ernährungsberatung

Das Zuführen benötigter Lebensenergie - die Vorsorge

Nach Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Körper durch zwei unterschiedliche Energieformen „genährt“. Zum Einen verfügt er über eine ererbte Essenz, das vorgeburtliche Jing, das sich im Laufe des Lebens allmählich erschöpft. Zum Anderen kann durch entsprechend gesunde Ernährung immer wieder regenerierbares, nachgeburtliches Qi (Energie) gewonnen werden. Je gesünder die Ernährung für den Körper ist, desto weniger muß er auf sein vorgeburtliches Jing zurück greifen. Gesunde Ernährung erhält demnach seine Lebensenergie.

Nahrung: Medizin oder Diätetik

Die TCM setzt Nahrungsmittel gezielt als Medizin ein, um gestörte Energieflüsse zu unterstützen und wieder in Fluss zu bringen. Dabei haben verschiedene Nahrungsmittel unterschiedliche Qualitäten. Sie können wärmend oder kühlend, adstringierend (zusammenziehend), trocknend oder befeuchtend, aufsteigend oder absteigend wirken, das Qi  (die Energie) eines bestimmten Funktionskreises harmonisieren, usw.

In der westlich orientierten Veterinärmedizin wird die "Diätetik" eingesetzt. Hier allerdings auschließlich zur Symptombehandlung, z.b. bei Nierenproblemen, Magen-/Darmproblemen, Allergien, usw. In der Regel wird hier versucht, ein erkranktes Organ zu entlasten.

Fertigfutter – schnell und gut?

Schnell muss es gehen, möglichst preiswert und gesund soll es sein.

Mal ehrlich: Wenn Sie sich eine Pizza bestellen oder in ein bekanntes Fast-Food-Restaurant gehen, sind Sie vermutlich auch nicht überzeugt davon, dass Sie Ihrem Körper gerade die besten Nährstoffe zur Verfügung stellen. Das Blatt Salat und die Tomatenscheibe macht Ihren Hamburger nicht unweigerlich zur vollwertigen Nahrungsquelle.

In der TCM geben nicht nur die unterschiedlichen Qualitäten (heiß, kalt, befeuchtend, trocknend usw.) der Zutaten einer Mahlzeit, sondern auch deren Zubereitungsart einen Ausschlag für die Verwertbarkeit und Verträglichkeit für den Organismus, der sie zu sich nimmt. Trocken- wie auch Feuchtfutter sind z.B. fast immer sehr stark erhitzt und erhalten somit die chinesische Qualität heiß, Trockenfutter sogar heiß und trocken. Frostfutter (für alle BARFER) hat immer eine kalte Qualität, auch wenn es für ein paar Minuten erwärmt wird – es war Wochen oder gar Monate gefroren.

In der Ernährungsberatung der TCM wird auf die persönlichen Stärken und Schwächen des einzelnen Tieres eingegangen. Dabei wird nicht außer Acht gelassen, was in Ihren Alltag integrierbar ist. Ich selbst hätte auch weder die Möglichkeit noch die Zeit, jeden Tag für meinen Hund oder meine Katze ein entsprechendes Menü zu kochen.

Aber mit einigen Tipps, welche Futtersorten für Ihr Tier geeignet sind und wie der Ernährungsplan sinnvoll aufgewertet werden kann, ist es schon mit relativ wenig Aufwand möglich, eine deutliche Verbesserung in der Ernährung unserer Vierbeiner zu erzielen.